PV-Rendite-Rechner Österreich

Berechnen Sie die Wirtschaftlichkeit Ihrer Photovoltaikanlage: Eigenverbrauchsersparnis, Einspeiseerlös, Amortisationszeit und Rendite über 20 Jahre.

Von Florian Sponer Stand:

Regionaler Richtwert – bei Bedarf durch PVGIS-Simulation ersetzen.
Anteil der PV-Produktion, der direkt oder aus dem Speicher selbst genutzt wird.
Standard: EAG-Investitionsförderung 150 €/kWp (bis 10 kWp) + 130 €/kWp (10-20 kWp), Speicher 150 €/kWh. Vor Antragstellung aktuellen Fördercall prüfen.
OeMAG-Marktpreis schwankt monatlich (ca. 5-11 ct/kWh); manche Versorger zahlen mehr.

Wie wird die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage berechnet?

Der Ertrag richtet sich nach der Anlagengröße (kWp) und dem regionalen Sonnenertrag. Von der Produktion wird der Teil, der direkt im Haushalt verbraucht wird (Eigenverbrauch), von dem eingespeisten Rest unterschieden: Eigenverbrauch spart den vollen Strompreis, Einspeisung bringt nur den – deutlich niedrigeren – Einspeisetarif. Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil deutlich und verkürzt dadurch die Amortisationszeit oft erheblich.

Verwendete Standardannahmen (Stand 2026)

AnnahmeStandardwert
PV-Jahresertrag950-1.080 kWh/kWp (regional gestaffelt)
Strompreis Haushalt23 ct/kWh (Bandbreite 21-25 ct/kWh)
Einspeisetarif (OeMAG)6,5 ct/kWh (schwankt monatlich, 5-11 ct/kWh)
Systemkosten950-1.700 €/kWp brutto (größenabhängig)
EAG-Investitionsförderung150 €/kWp (bis 10 kWp), 130 €/kWp (10-20 kWp)
Speicherkosten / -förderung600 €/kWh brutto / 150 €/kWh Förderung (max. 50 kWh)
Mehrwertsteuer20 % (0%-Satz endete am 31.3.2025)
Selbstverbrauchsquote30 % ohne Speicher, 65 % mit Speicher

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Batteriespeicher?
Rechnerisch dann, wenn der zusätzliche Eigenverbrauch die Mehrkosten trägt. Eigenverbrauch spart den vollen Strompreis, Einspeisung bringt nur den deutlich niedrigeren Einspeisetarif – ein Faktor von drei bis vier. Ein Speicher hebt den Eigenverbrauchsanteil typischerweise von rund 30 % auf 55–70 %, kostet aber selbst mehrere tausend Euro. Der Rechner zeigt beide Varianten nebeneinander.
Was ist der Unterschied zwischen kWp und kWh?
kWp (Kilowatt-Peak) ist die Leistung der Anlage unter Normbedingungen, kWh (Kilowattstunde) die tatsächlich erzeugte Energiemenge. In Österreich liefert ein kWp je nach Region, Dachneigung und Ausrichtung etwa 950 bis 1.150 kWh im Jahr.
Sind die Förderbeträge im Rechner verbindlich?
Nein. Förderhöhen, Budgets und Bedingungen ändern sich je Fördercall, und Landes- sowie Gemeindeförderungen kommen dazu oder fallen weg. Die hinterlegten Werte sind Richtwerte – prüfen Sie vor der Antragstellung das aktuelle Förderportal und tragen Sie den Betrag ein, mit dem Sie realistisch rechnen.
Wie wirkt sich die Degradation der Module aus?
Module verlieren jährlich etwa ein halbes Prozent ihrer Leistung. Über zwanzig Jahre summiert sich das auf rund zehn Prozent; der Rechner berücksichtigt das in der Jahresreihe. Hersteller garantieren üblicherweise noch 80 bis 85 % Leistung nach 25 Jahren.
Was sagt der Kapitalwert aus, den die Amortisationszeit nicht sagt?
Der Kapitalwert zinst alle künftigen Ein- und Auszahlungen auf heute ab. Ein positiver Wert bedeutet, dass sich die Anlage gegenüber einer Alternativveranlagung zum eingestellten Diskontsatz rechnet. Die Amortisationszeit ignoriert diesen Zinseffekt und sagt nur, wann die Investition nominal zurückgeflossen ist.

Quellen und weiterführende Links

  • EAG-Förderabwicklungsstelle Die Investitionszuschüsse und Marktprämien nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, samt Fördercall-Terminen.
  • OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom: Einspeisetarife und die Abrechnung geförderter Einspeisung.
  • E-Control Der amtliche Tarifkalkulator für Strompreise – die Referenz für den im Rechner eingesetzten Strompreis.
  • PV Austria Branchenverband mit aktuellen Preisbandbreiten für Anlagen und Speicher sowie einem Verzeichnis von Fachbetrieben.
  • Klima- und Energiefonds Bundesweite Förderprogramme für Photovoltaik und Speicher.

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